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Prinz Xaver 250 Jahre Administrator von Sachsen und Besitzer des Gutes Zabeltitz

23. August 2019 | 9:00 24. August 2019 | 17:00

Xaver von Sachsen und Polen (1730–1806) war das achte Kind und der vierte Sohn von Kurfürst Friedrich August II. von Sachsen und der österreichischen Erzherzogin Maria Josepha, Tochter Kaiser Josephs I.

Durch den plötzlichen Tod sowohl von Kurfürst Friedrich August II. am 5. Oktober 1763 als auch von dessen Nachfolger Friedrich Christian, der nach nur 74 Tagen Regierungszeit am 17. Dezember 1763 im Alter von 41 Jahren starb, übernahm Prinz Xaver anstelle des noch minderjährigen Friedrich August III. die Administration über Sachsen.

Das unter Friedrich August II. begonnene Wiederaufbauprogramm, das sogenannte Rétablissement, ist nie richtig in Gang gekommen. Selbst die mit enormer Energie betriebene Weiterführung durch den Administrator Prinz Xaver wurde durch die Differenzen zwischen ihm, der sogenannten sächsischen Partei (unter Mitwirkung der Kurfürstenwitwe Maria Antonia) und des aufstrebenden Bürgertums behindert. Die Umsetzung des Rétablissements verlangsamte sich, obwohl sich die wirtschaftliche Lage in Sachsen in den Jahren nach dem Siebenjährigen Krieg schnell verbessert hatte. So verzichtete Prinz Xaver, gegen den Widerstand der Kurfürstenwitwe, 1765 auf die polnische Krone. Im selben Jahr kam es unter seiner Führung zur Gründung der Bergakademie Freiberg. Auch die von Prinz Xaver nach dem Vorbild Preußens eingeleitete Heeresreform stieß bei den Landständen insbesondere wegen der hohen Kosten auf heftige Ablehnung. Die Differenzen führten dazu, dass Prinz Xaver bereits im Sommer 1768 seine Administration zum großen Teil niederlegte und Sachsen nur noch in Reichsangelegenheiten vertrat.

Im Dezember 1768 endete mit dem Erreichen des 18. Lebensjahres des Kurprinzen Friedrich August die vormundschaftliche Regentschaft des Prinzen Xaver. Ab 1770 lebte Prinz Xaver mit seiner Familie kurzzeitig in Italien und anschließend die meiste Zeit in Frankreich, das sie mit Beginn der Französischen Revolution verlassen mussten. Nach längerem Aufenthalt in Italien kehrte er nach dem Tod seiner Gemahlin (1792) nach Sachsen zurück und lebte in Dresden und auf Schloss Zabeltitz, das ihm sein Neffe Kurfürst Friedrich August III. bereits 1769 »für seine Verdienste als Administrator geschenkt« hatte. Mit dem Symposium soll an diese bedeutende sächsische Persönlichkeit erinnert und sein Wirken als Administrator gewürdigt werden.

Um Vorherige Anmeldung wird gebeten.

Barockgarten Zabeltitz

Am Park 1
Großenhain OT Zabeltitz, 01561 Deutschland
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www.barockgarten-zabeltitz.de