Besuch in der Partnerstadt Hostka

Delegation der Stadtverwaltung Elsterwerda wird (Rad-)sportlich begleitet

AUF DEM RAD NACH HOSTKA …

Wir trafen uns am 9. Mai früh zwischen 6:30 und 7:00 hinterm Rathaus von Elsterwerda, Anja Heinrich stand aufgeregt in den Startlöchern bereit! Wir verbrachten unsere Klamotten in den Transporter der Stadt, mixten unser Trinkflaschen zurecht und radelten für ein Gruppenbild vor das Schloss. Von wo aus wir dann gegen 7:10 endlich starteten.

Mit der Maßgabe „wir beginnen erstmal leicht, denn schwer wird es von allein“ wurde unsere angedachte Maximalgeschwindigkeit von 27 kmh gleich um 4 kmh überschritten. Den Schraden durchradelten wir wie gewohnt gen Thiendorf …alles Westentasche. Dann ab – gen Ottendorf-Ockrilla, eine sehr schöne Landschaft mit leichten Wellen. Knapp zwei Stunden später überquerten wir hinter Ottendorf die A4 und fanden uns in der hügeligen Oberlausitz wieder. Wir drückten durch Radeberg, Arnsdorf und weiter gen Bad Schandau. Gut 10 km vor unserem ersten Etappenziel holten uns unsere Begleitfahrzeuge mit Bürgermeisterin Anja Heinrich und dem Vorsitzenden der Stadtverordneten, Bernd Raum, als auch Herr Heise mit dem Transporter, Hannes Simon und Bauamtsleiter Sebastian Walter ein. Mit dem Blick auf das Panorama der Sächsichen Schweiz ging es hinab ins Elbtal, noch eben über die Elbbrücke und hin zum Parkplatz des Bahnhofs von Bad Schandau – Mittagspause – 95 km geschafft.

Trinkflaschen auffüllen, Energieversorgung nachlegen und los, entlang der Elbe in Richtung Tschechien. Bis Decin ging es flach und mit ordentlich Schwung voran. Ab Decin hatte uns die Böhmische Schweiz mit den ersten Anhöhen begrüßt, um dann zehn Kilometer später (nach insgesamt 125 km) dessen Pracht so richtig zu präsentieren! 10 km bergauf, wo der Höhenmesser am Tacho meist zwischen 8 bis 11 Prozent Steigung verharrte. Nach zähem Pedalieren kam uns der Fernsehturm auf der Humboldtaussicht endlich nah – die zweite wohlverdiente Pause war erreicht.

Ab jetzt nur noch …nix mit Flach! Es ging Bergauf, Bergab durch einen Traum an Ursprünglichkeit die hier ihres gleichen sucht. Schmale und verschlungene Straßen, herrliche Täler, wunderschöne Wälder und hier und da ein Blick auf ferne Gipfel, gelbe Rapsfelder und Türmchen, die die Baumwipfel überragten. Immer wieder schnellte der Höhenmesser auf 9% und knapp mehr, wiederrum aber auch die Geschwindigkeitsanzeige bergab auf über 60 kmh. Nach 6 Stunden und 41 Minuten Radfahren, exklusive Pausen erreichten wir den Festplatz unserer Partnerstadt Hostka gegen 15:30, wo uns der Bürgermeister Milan Komfrst und sein Stadtparlament mit der Abordnung aus Elsterwerda nach 168 und 1700 Höhenmetern herzlich begrüßte.

Die gesamte Delegation durfte an einem Stadtfest teil haben, wo tatsächlich Jung und Alt, Seite an Seite saßen und den Kindern beim Spielen zusahen, die jungen Herren des Hostkaer Fussballclubs anfeuerten und ob bei moderner Folkmusik genauso zuhörten, wie später beim Hardrock   …und Omas Fuß wippte auch dabei mit! Wir wurden verköstigt mit Burgern, Pizza, Langos sowohl möglichem Süßkram. Unsere Tschechisch-Kenntnisse begannen und endeten mit dem Wort „Pivo“, aber das perfektionierten wir gemeinsam.

Das Frühstück außerordentlich lecker, sodass wir uns um 8:30 auf dem Marktplatz von Hostka mit unseren Rädern für ein Abschlussfoto einfanden. Der erste Schuh klickte ins Pedal, wir holten Schwung und los ging es… Nicht gen Elbtal, sondern wieder in die Berge. Gemeinschaftlich entschieden wir uns für den kürzeren Weg und nahmen die Höhenmeter in Kauf. 22 km ging es wieder hoch und leicht runter um noch höher zu klettern. 8%, 9%, 10… da fehlen Ritzel auf der Kassette – egal, weiter! Noch eine letzte Steigung und ab ging es für gut sechs Kilometer ins Elbtal. Rechts ging es steil hoch, links weiter nach unten und auf dem Tacho stand kurz was mit einer 70! Glückselig waren wir im Elbtal angekommen und fuhren mit 35 kmh gen Decin. Dort überquerten wir die Elbe, und waren 15 Kilometer später wieder an der Landesgrenze. Zurück in Bad Schandau erwarteten uns Bernd Raum und Stefan Heise für die Mittagspause. Von hieran verzichteten wir auf deren Unterstützung, den Rest schaffen wir allein …nur noch etwas mehr als 100 km…

Rauf auf die Velos, und ab gen Königstein, in Rathen vorbei an der Bastei und ab nach Pirna. Jetzt hieß es rüber über die Elbbrücke, und rein in den Anstieg. Die Ausläufer der Sächsischen Schweiz erklimmen. Nun richtete sich der Zeiger auf Radeberg, immer wieder ein paar Wellen hoch und die Stiche im Oberschenkel ließen nicht locker. Von Radeberg nach Ottendorf, nach Radeburg – flaches Land! Über Lampertswalde nach Weißig am Raschütz und der Schraden ist kaum zu vernehmen… Wieder halb vier erreichten wir nach 176 km und 1200 Hm Elsterwerda.

Unterwegs mit dem Rad waren Steffen Kümmel, Tilo Pollack, Ralf Hönisch, Jörg Hietzke, Mario Friedel, Tom Alsdorf, Andreas Hönisch, Jana Spinde mit Tochter Johanna (25 km) und Lukas Rosanke.

Wir bedanken uns ausdrücklich bei der Partnerstadt Hostka, dem Bürgermeister Milan Konfršt, der stellvertretenden Bürgermeisterin Ilona Stierankova und dem Team der Stadtverwaltung Hostka für die Gastfreundschaft während des Festes und in der Ausstellung der Hostkaer Porzellanmanufaktur.